Laktatleistungsdiagnostik
Laktatleistungsdiagnostik
Laktatleistungsdiagnostik.de Dr. Gregor Dietze
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Laktatleistungsdiagnostik

Leistungsdiagnostik Einführung und Grundlagen

Einführung

In der Sportmedizin unterscheidet man neben der mentalen Leistung verschiedene Anteile der körperlichen Leistungsfähigkeit:

1. kardiopumonale Leistungsfähigkeit des Lungen-Herz-Kreislaufsystems
2. muskuläre Leistungsfähigkeit mit Ausdauer und Schnellkraft
3. koordinative Fähigkeiten und muskuläre Funktionseigenschaften

Je nach Sportart oder Belastungsform ist ein zielgerichtetets Training auf diese Bereiche sinnvoll. In der Laktatleistungsdiagnsotik wird speziell die muskuläre Leistungsfähigkeit hinsichtlich Audauerfähgkeit und Schnellkarft eingeschätzt. In der Spiroergometrie steht die maximale Sauerstoffaufnahme als Marker der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit im Vordergrund. In zahlreichen Muskelfunktionstest werden die Anteile der neuromuskulären Steuerung und Erregbarkeit über die Koordination sowie die sportartspezifischen Dysbalancen untersucht.

Leistungsphysiologie - Sportphysiologie - Laktatstoffwechsel

Die Grundlagenausdauer der Muskelzelle besteht im Wesentlichen aus dem aeroben Stoffwechselweg des Zitronensäurezyklus. Nach Ausnutzung dieses Stoffwechselweges ist noch einer zusätzliche Leistungsreserve mit der Bildung von Laktat als ein anaerober Stoffwechselweg möglich. In der Evolution war diese Leistungsreserve bei kurzen Belastungen zur Flucht oder Verteidigung notwendig. Heute kann der anaerobe Stoffwechsel für die sportliche Schnellkraft (Kraft und Schnelligkeit) trainiert werden. Die Laktatbildung in der Muskelzelle und der Laktatabbau in der Leber halten sich bis zur aerob-anaeroben Schwelle als ein "Laktat-Stady-State" in der Waage und Leistungen mit erhöhten Laktatwerten sind wie in einem Wettkampf dauerhaft möglich.
Im aeroben Training wird der Zitronesäurezyklus als Grundlagenausdauer zur effizienten Leistungssteigerung verbessert, während Training bei höheren Laktatwerten mit der Laktattoleranz für die Schnelligkeit und Maximalkraft genutzt wird. Je nach Sportart, individuellen Anlagen und Trainingsmethoden können die Bereiche über eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Laktatkurve und der Sportphysiologie trainiert werden. Als Trainingssteuerung wird die Trainingsherzfrequenz genutzt und unterligt nur geringen Schwankungen.
Gegenüber von Nur-Herzfrequenz-Testverfahren bietet die Laktatleistungsdiagnostik die Möglichkeit der individuellen Einschätzung von muskulären Anlagen und Trainingsreserven.
Laktattest

Durchführung

In einem etwa 30-minütigem Stufentest wird mit ansteigender Wattbelastung jeweils die Herzfrequenz und die Laktatkonzenztration im kapillären Blut ermittelt. Laktattest können in fast allen Belastungsformen wie Laufband, Fahrradergometer, Ruderergometer, Feldtest im Stadion usw. durchgeführt werden. Die Dauer einer Belastungsstufe ist als sportmedizinischer Standard 3min damit auch Laktat über die Zelle und den Kreislauf am Ohr erscheint und bereits ein zuverlässiges Laktat-Stady-State entstanden ist.

Die Laktatleistungsdiagnostik wird in der Regel bis zur Ausbelastung durchgeführt um auch über die Herzfrequenzreserve die Trainingsbereiche zu definieren. Bei einer submaximaler Belastung können nur die Ausdauerbereiche überprüft werden.

Laktatabnahme

Die Laktatabnahme erfolgt in aller Regel über das rechte Ohrläppchen - rechts wegen der Handhabung und Ohr wegen der guten Durchblutung, Erreichbarkeit und Qualität der Laktatwerte ohne zuviel Schweiss.
Praxis der Laktatabnahme:
Laktatmessung

Zur Messung der Laktatwerte stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Der Laktatspigel kann im hämolysierten Vollblut oder im Blutplasma gemessen werden. Die Messung erfolgt über ein Meßgerät mittels photometrischer oder elektrischer Messverfahren.
Zu dem großen Feld der Messverfahren lesen sie bitte hier nach:
Standards der Sportmedizin
Wir halten die photometrische Messung aus hämolysierten Vollblut als die zuverlässigste und aus der Physiologie nachvollziehbarste Methode.

Auswertung - Laktatkurve

Zur Auswertung der Laktatwerte stehen verschiedene Graphikprogramme zur Verfügung, welche im Wesentlichen auf der e-Funktion beruhen. Eine Glättung oder andere Bearbeitungen sind ebenfalls häufig möglich. Vorteile einer graphischen darstellung gegenüber der rein mathematischen Auswertung ist der Eindruck der individuellen Laktatkinetik und die Individualisierung des Trainings je nach Anlagen der Muskulatur welche sich intuitiv im Gesamteindruck der Laktatkurve erschliessen.

Zur statistischen Auswertung und Festlegung der Trainingsbereiche wurden bisher etwa 20-30 unterschiedliche sportwissenschaftliche Beurteilungssysteme entwickelt. Je nach Sportart, individueller muskulärer Anlage, Ernährung, Laktazidität usw. müssen die Auswertungssysteme interpretiert und angepasst werden. Eine diskussionslose Anwendung eines statistischen Bewertungssystems ist sicherlich nicht für alle Sportler aussagekräftig.

In der Laktatkurve wird gern das Ergebnis mit einem Vortest verglichen. So können Trainingsmethoden und die Entwicklung der Leistung kontrolliert werden. Streng genommen können aber nur Ergebnisse zur gleichen Jahreszeit, Traingsphase, Ernährung und subjektiven Wohlbefinden verglichen werden.

Anmeldung - Kontaktaufnahme

Für einen Laktattest oder komplette Sportmedizinische Leistungsdiagnostik rufen Sie/ihr uns bitte direkt an: 07551-922461 oder prüfen sie unsere folgenden Themenangebote

Bitte nutzen Sie/Du die folgenden Frage- und Anmeldbogen der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention - DGSP:

DGSP Anamnesebogen zur sportärztlichen Untersuchung - bitte nur Seite 20-23 ausdrucken
Mitglied DGSP - Bayerischer Sportärzteverband e.V. www.dgsp.de
Zertifizierung "Laktatlleistungsdiagnostik" des DGSP www.bsaev.de

www.sportmedizinischeleistungsdiagnostik.com
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